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Heute ist Samstag der 23.03.2019

Torsten Straeter webTorsten Sträter, Geb. 1966 in Dortmund, Autor und Slam-Poet, Kolumnist, Satiriker, Komiker und Vorleser.

Konfektionsgröße: 54
Schuhgröße: 42
Haar: Graubraun
Augen: Blau
Religion: Nix da.

Geboren im Ruhrgebiet mit den üblichen Parametern: Gestrickte Pullis, Samstags Daktari, danach Badewanne. Später in den Achtzigern dann Zuwendung zur Gothic-Szene, aber ohne rechten Ehrgeiz, eigentlich nur wegen der schwarzen Mäntel. 900 Dosen Haarlack später dann Ausbildung zum Herrenschneider. Geringster Auszubildendenlohn überhaupt, aber irgend wie reichts … und heute spart man ja, wenn man sich die Hose selbst kürzt.

Literatur-Fokus damals: Stephen King. Heinz Erhard. Ephraim Kishon. Die Neunziger sind von völliger Orientierungslosigkeit geprägt: Sakko zur
Lederhose, nur eine Herdplatte, wechselnde Damenbekanntschaften, aber immer am Arbeiten. Außerdem ziehe ich oft um. Kerouac-artige Unruhe und Nichtsesshaftigkeit. Habe statistisch in jeder vierten Wohnung im Dortmunder Norden gehaust. Immer dabei: mein Sekretär. Möbel, nicht Mann.

Einschneidenstes Erlebnis: Bekifft in JURASSIC PARK. Das neue Jahrtausend: Hatte mir eigentlich nix vorgenommen, wegen Milleniumuntergang. Findet dann doch alles statt.

Planlos bis 2002.

2004 lese ich einen so schlechten Thriller (markiger FBI-Mann, sexy israelische Agentinnen mit permanent aufplatzender Bluse, Mafiosi, die andere beim Nudelessen erschießen), dass ich selbst mit dem Schreiben beginne. Erste Geschichte kapitaler Käse, aber ein Anfang ist gemacht.

Werde Vater. Wunderbar.

2005: Ein Kleinverlag verlegt mein erstes Buch, JACKS GUTENACHTGESCHICHTEN. Verkauft sich so gut, dass zwei Folgebände erscheinen und der Verlag eine Postkarte in die Bücher legt, die irritiert hinterfragt, WER ZUM GEIER die ganzen Bücher kauft. Erste Lesung direkt im Haus des Buches, Leipzig. Schiebe ein Humorbuch namens BRAINSPAM hinterher. Es ist nicht so richtig gut. Dafür aber grauenhaft lektoriert. Werde damit zum Begründer einer Humorform, die darauf fußt, versehentlich ganze Sätze wegzulassen.

2008: Ein Kollege lädt mich ein, meine Texte in einer Dortmunder Hafenkneipe vorzutragen. Da wäre Poetry Slam. Mache ich. Nach zwanzig Minuten des Vortragens packt er mich am Ärmel. Ich müsse zum Ende kommen. Sage ihm, ich hätte noch 17 Din-A-4 Seiten, dann wäre ich durch. Er erklärt mir das Poetry Slam-Konzept: 6-7 Minuten Vortragszeit, keine Hilfsmittel oder Gesänge, danach gibt das Publikum Zensuren. Aha. Macht aber Spaß. Ich bleibe dabei und arbeite mich hoch.

NRW-Poetry-Slam-Champion 2009
NRW-Poetry-Slam-Champion 2010
NRW-Poetry-Slam-Champion 2012

Gewinner der FRITZ NACHT DER TALENTE, Admiralspalast Berlin, 2010
Gewinner des Jahresfinales Bunker Slam, Hamburg, 2011.

Beginne mit Sololesungen (hoher Anteil freie Erzählung). Es läuft. Mal kommen fünf Zuschauer, mal acht … aber es werden nach und nach mehr.

2011 erscheint im CARLSEN Verlag Hamburg DER DAVID IST DEM GOLIATH SEIN TOD. Der WDR erklärt es zum lustigsten Buch 2011. Die Schlagzahl nimmt zu. Auftritte so ziemlich überall, mal in Mixed Shows, mal
solo, mal mit Künstlern wie Horst Evers und Fritz Eckenga.

2012 erscheint SELBSTBEHERRSCHUNG UMSTÄNDEHALBER ABZUGEBEN, erneut im CARLSEN Verlag. Dezember 2012: Gewinner des Passauer Scharfrichterbeils 2012. Wunderschönes Beil, übrigens.

Ich bin jetzt eher Ende als Mitte 40, fühle mich aber gut. Ich darf die Republik bereisen, Geschichten erzählen, lästern, vorlesen. Bin genau im richtigen Alter. War ich aber schon immer.

Weitere Zahlen:

Peinlichster Auftritt: 2010 vor 1200 völlig schockierten Bankern.
Lächerlichstes Bühnenoutfit: Lilafarbenes Oberhemd (inzwischen vergraben).
Tritt meist mit Mütze auf. Und in schwarz.
Teuerste Mütze: ARMANI EXCHANGE, 100 Euro.
Billigste: 3 Euro, Flohmarkt (Neuware).
Keine Bahncard 100. Führerschein.
Schulbildung: Realschule.
Seit 2008 über 300 Bühnenauftritte – Poetry Slams, Lesebühnen, Solo-Shows.

Veranstalter: Gigolo Enterprise Ltd., Berlin

Datum

14. April 2019, 19.00 Uhr

Ort

Großer Saal